Gallery Walk

Mittwoch, 31.08.2016

Gallery Walk
Gallerie OG | Innrain 80-82 | Mi 31.08.2016 | 15:30 – 17:00

Interaktionsnetzwerke zur Analyse der Kooperation in virtuellen Lerncommunities

Ammenwerth Elske; Hackl Werner O.
G1

Eine Herausforderung beim online-basierten Lernen ist es, die Kommunikation und Kollaboration der Teilnehmer auch bei rein asynchroner Lernsettings zu fördern. Im Rahmen eines Online-Kurses wurden Lernaufgaben eingesetzt, um den Aufbau einer virtuellen Lerncommunity unterstützt. Um Umfang und Beteiligte der virtuellen Kommunikation zu beschreiben, wurden über den gesamten Kursverlauf Interaktionsnetzwerke extrahiert und modelliert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Teilnehmer im Lauf des Kurses als virtuelle Lerngruppe sozialisieren und zunehmend eng zusammenarbeiten. Aus dieser Analyse können Erkenntnisse bezüglich des Aufbaus von virtuellen Lerncommunities abgeleitet werden.

E-Assessment NRW: Vernetzungspotentiale Good Practices und Praxiserfahrungen

Beckmann Arne; Kamin Anna-Maria; Keller Alain Michel; Kirberg Silke; Meister Dorothee M.; Oevel Gudrun; Pahlke-Kullik Kathrin; Temps Timon T.; Wegner Yvonne
G2

Unterschiedliche elektronische Prüfungsformate finden immer mehr Eingang in die Hochschullehre. Von einem weitem Verständnis ausgehend sind solche E-Assessments in drei Bereiche zu differenzieren (Schmees und Horn, 2014, S. 17): diagnostische Assessments dienen der Ermittlung von Vorwissen vor einer Lernphase (z.B. elektronische Studienzulassungs- oder Studienfachfindungstests), formative Assessments der Messung des Lernfortschritts während einer Lernphase (z.B. computerunterstützte Testate und Quizzes) und summative Assessments der abschließenden Leistungsüberprüfung am Ende einer Lernphase (z. B. eKlausuren).
An vielen Hochschulen wird der bildungspolitische Wille, E-Assessments voranzubringen, aktuell aufgegriffen, indem unterschiedliche Szenarien entwickelt und erprobt werden. Die konkrete Umsetzung in der Lehre beschränkt sich aber zumeist auf einzelne technische Applikationen und auf ausgewählte Fächer (vgl. zum Überblick Handke, 2015).
Im Verbundprojekt „E-Assessment NRW“ werden jene Probleme der systematischen Integration aufgegriffen und weitere Fragestellungen aufgegriffen. Das vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) geförderte Projekt wird von den Universitäten Paderborn, Duisburg-Essen und der Bergischen Universität Wuppertal sowie den Hochschulen Niederrhein und Ostwestfalen-Lippe im Auftrag der Prorektoren und Vizepräsidenten für Studium und Lehre der Universitäten und Hochschulen in NRW durchgeführt. Ziel ist, hochschulübergreifende Handreichungen und Handlungsempfehlungen zum Thema E-Assessment zu entwickeln, eine intensive Vernetzung zwischen den E-Assessment-Akteuren in NRW zu fördern sowie Kooperationspotentiale und praktikable Strategien der Verbreitung von E-Assessments auszuloten um E-Assessment in den NRW- Hochschulen zunehmend zu etablieren (vgl. Projekthomepage).
Das Poster stellt die unterschiedlichen Aufgabenfelder und bislang erarbeiteten Ergebnisse des Projekts dar.

From team teaching to shared responsibility – Teaching Labs zur Förderung der Zusammenarbeit von Lehrenden

Chen Franziska; Klaus Dominik; Palienko-Friesinger Anna
G3

Im Fachgebiet „Zukunftsfähiges Wirtschaften“ (ZuWi) werden mehr als 30 Lehrveranstaltungen angeboten, die von externen Lehrenden geleitet werden. Diese Lehrveranstaltungen stellen die Basis für nachfolgende Seminare dar und haben zum Ziel Studierenden ein Grundverständnis von Nachhaltigkeit zu vermitteln sowie prozesshaftes Lernen zu fördern. Um die Lehrenden bei der Erreichung des Ziels zu unterstützen, wird bereits in der Vorbereitung und Planung zusammengearbeitet, was zu einer Verbesserung der Lernprozesse führt und dabei hilft, gemeinsame Lehrstandards zu definieren (Hardmann 2009, S.583). Um ein gemeinsames Grundverständnis von Nachhaltigkeit und Lehrstandards sowie -methoden zu entwickeln, welche zur Förderung reflexiver Lernprozesse führen sollen, werden Teaching Labs angeboten. Die Pilotphase der Teaching Labs läuft seit April 2016 und wird durch konstante Rückmeldemechanismen und Feedbackschleifen begleitet. Dadurch können die gesammelten Erfahrungen direkt in die laufende Arbeit integriert werden um eine stetige Verbesserung der eingesetzten Konzepte zu erreichen.

Digitale Vernetzung der Lehrerbildung in Schulen und Hochschulen – ein Pilotprojekt

Riebeck Sindy
G4

Technologische Infrastrukturen mit Single Sign-on-Anwendungen und vernetzten Lernplattformen in den Bildungsbereichen Schule und Hochschule bieten zahlreiche Möglichkeiten, alle Phasen der Lehrerbildung über zu entwickelnde Nutzungsszenarien digital zu vernetzen und zu unterstützen. Das Konzept für eine solche bereichsübergreifende technologische Infrastruktur im Bundesland Sachsen sowie Ansätze für Nutzungsszenarien sollen vorgestellt und diskutiert werden.

Koordinierte Förderung der akademischen Medienkompetenz an der Hochschule

Lim Urban; Witzig Samuel
G5

An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW wurde eine ‚Koordinationsgruppe akademische Medienkompetenz‘ konstituiert, die sich aktuell aus Experten aus den Bereichen E-Learning, Hochschulbibliothek, Rechtsdienst und ICT-Sicherheit zusammensetzt. Die Koordinationsgruppe soll aktuelle Themen aus verschiedenen Hochschulgremien beobachten, Empfehlungen für hochschulweite Unterstützungsangebote identifizieren sowie interdisziplinäre Angebote gemeinsam konzipieren und durchführen. Diese Angebote richten sich sowohl an Mitarbeitende als auch an Studierende der Fachhochschule.

Einsatz sozialer Medien zur Stakeholderkommunikation und -aktivierung im Rahmen interdisziplinärer Praktika

Friesenbichler Martina
G6

Der Beitrag stellt ein von Studierenden initiiertes Projekt zum Thema Lebensmittelverschwendung vor, das im Rahmen einer interdisziplinären Lehrveranstaltung und in Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus der Praxis umgesetzt wurde. Ziel des Projektes war es, über soziale Plattformen sowie einem Aktionstag, Wissen zum Thema Lebensmittelverschwendung zu vermitteln. Primäre Zielgruppen waren junge Erwachsene und Personen, die sich intensiver mit dem Thema „Foodwaste“ auseinandersetzen. Das Erreichen der Zielsetzungen erforderte dabei eine in hohem Maße zielgerichtete und eigenverantwortliche (Online)Zusammenarbeit in verschiedenen Akteurskonstellationen.

Einsatz von Technologie in der Lehre – angereizt gereizt oder ausgereizt?

Tremetzberger Anton
G7

Der immer stärker werdende Technologiezuwachs in Bildungsinstitutionen erfordert bei Stakeholdern an Bildungsinstitutionen (Serviceeinrichtungen, ForscherInnen, Lehrende und Studierende) eine hohe Kompetenz im Umgang mit diesen neuen Technologien. Teils hohe Erwartungen der Lehre treffen auf Ressourcenknappheit bei den Serviceeinrichtungen. Umgekehrt werden Technologien angeboten, die nur wenig genutzt oder ausgereizt werden. Der Beitrag bietet einen Abriss dessen, welche Technologien gewünscht sind, wie sie genutzt werden, welche Anreize und Motivationsfaktoren zur Nutzung bestehen und wie sie von Stakeholdern wahrgenommen werden.

E-Teaching-Badgevergabe – Kollegiales Feedback als ein Qualitätsentwicklungsinstrument

Hafer Jörg; Matthé Frederic; Schumann Marlen
G8

Gegenstand des Posters ist der Vergabeprozess des E-Teaching-Badge der Universität Potsdam, wobei der Prozess der Antragstellung, Begutachtung und Ausstellung des Badge unter Einbeziehung der gegebenen Rahmenbedingungen und aktueller Entwicklungen vorgestellt wird. Ausgewählte Kriterien zur Bewertung von E-Teaching-Szenarien geben eine Orientierung für das kollegiale Feedback und bilden zugleich die Grundlage für das Peer-Assessment als Qualitätsentwicklungsinstrument. Diese werden auf dem Poster gesondert hervorgehoben und erste Erfahrungen aus dem laufenden Pilotprozess dargestellt.

Reflexionen über die Bedeutung des Offline-Bereiches für die Bildung am Beispiel der Informationsentwicklung

Schneckenleitner Peter
G9

Neu aufkommende digitale Kommunikationskanäle fordern Lehrende und Lernende gleichermaßen. Es ist nicht nur die unüberschaubare Informationsmenge, die uns immer wieder vor Herausforderungen stellt, sondern auch die stete Zunahme der Kommunikationsgeschwindigkeit. Wichtiger denn je ist dabei die Vermittlung von Medienkompetenz, die noch vor dem Eintritt in die digitale Welt erfolgen muss. Dem Offline-Bereich kommt somit gerade in der digitalen Evolution eine herausragende Bedeutung zu. Dieses Paper versteht sich als Plädoyer für die Offline-Kommunikation, zeigt Handlungsfelder auf und betont die Bedeutung eines frühzeitigen, analogen Wissenstransfers im Zeitalter der digitalen Kommunikation.

It‘s a Match! Eine online-ethnographische Untersuchung der App Tinder aus Sicht der Medienbildung

Bahl Anna-Sophia; Hager Peter; Peljord Tamara; Pichler Markus
G10

Dieses Paper eröffnet ein neues Themengebiet und bietet aktuelle Erkenntnisse, welche für zukünftige Forschungen in den Bereichen Medienkommunikation und Mediensoziologie, sowie Lehren und Lernen mit digitalen Medien an Hochschulen von Relevanz sein können. Ausgehend von der bildungstheoretischen Relevanz des Kulturraums Internet wird der Frage nachgegangen, wie junge Menschen im Alter von 19 bis 29 Jahren im Raum Innsbruck über die Dating-App „Tinder” kommunizieren. Anhand einer online-ethnographischen Untersuchung und einer vorhergehenden theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema werden unterschiedliche Kommunikationsmuster deutlich. Im empirischen Teil werden die Ergebnisse zu den Konstellationen Frau sucht Mann, Mann sucht Frau und Mann sucht Mann dargestellt.

Innovation in der Lehre – Sind Videos im Hochschulalltag angekommen?

Börner Claudia; Schaarschmidt Nadine; Meschzan Thomas; Frin Sylvia
G11

Der Einsatz von Videos in der Lehre stellt kein neues Phänomen dar. Dennoch geraten Videos vor dem Hintergrund des Digital Turns zunehmend in den Fokus formeller und informeller Lehr-/Lernprozesse an den Hochschulen. Dies resultiert vor allem vor dem Hintergrund der vergleichsweise einfachen Produktions- und Distributionsmöglichkeiten und den Vorteilen, die in Verbindung mit der Lernform Video stehen. So kann es beispielsweise für Studierende durchaus von Vorteil sein, wenn Vorlesungen „konserviert“ werden und diese in Abhängigkeit der eigenen Lernvorlieben (mehrfach) konsumierbar sind. Aus Sicht der Lehrenden hingegen handelt es sich um eine vergleichsweise ökonomische Form der Speicherung von Lerninhalten, die gewissermaßen „nebenbei“ anfällt.
Der Beitrag geht auf Basis einer empirischen Bedarfs- und Ist-Standanalyse der Frage nach der Verbreitung und dem didaktischen Zweck des Videoeinsatzes in der Hochschullehre nach. Der Analyse wurde ein Vorschlag für eine Systematik der verschiedenen Videotypen zugrunde gelegt, die im Rahmen des Beitrages zur Diskussion gestellt wird.

Offene Lizenzen als Treiber für neuartige Kooperationen und Innovationen in der Bildung

Ebner Martin; Lorenz Anja; Schön Sandra; Wittke Andreas
G12

Offene Lizenzen erlauben nicht nur die Nutzung, sondern auch die Modifikation von Texten, Programmen und Bildern – oder eben auch von Bildungsressourcen, die als „offene Bildungsressourcen“ derzeit große Aufmerksamkeit erhalten (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2015). In diesem Beitrag werden die unmittelbaren Folgen der offen Lizenzierung, nämlich die damit verbundenen weiträumigen Nutzungsmöglichkeit, dargestellt und demonstriert, dass die offenen Lizenzen auch als ein Treiber für Kooperationen und Innovationen in der Bildung betrachtet werden können. Die Produktion und Nutzung der offenen Bildungsressourcen unterscheidet sich von traditionellen, proprietären Arbeits- und Produktionsweisen u. a. in Bezug auf Finanzierung, Entwicklung, Qualitätssicherung und Nutzung. Anhand der Rolle von OER für Open Educational Practice und mehreren Projekten (L3T 2.0, „Gratis Online Lernen“, dem Schulbuch-O-Mat-Projekt, dem MOOChub sowie COER16) wird dies dargestellt.