Keynotes

LuckeUlrike Lucke:
Interdisziplinarität im E-Learning: mehr als Bildung plus Technik

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Die E-Learning-Forschung und -Entwicklung in den vergangenen Jahren war von einem Zusammenwachsen der Bildungs- und der Technik-Wissenschaften geprägt. Jede der Disziplinen brachte ihre eigenen Vokabulare und Methoden, externen Treiber, internen Akteure, ihre eigenen Praktiken und Fachkulturen in das Feld ein. Mittlerweile haben wir eine gute Vorstellung von der jeweils anderen Disziplin entwickelt, können nicht nur deren Ergebnisse für das eigene Fach nutzen, sondern gestalten gemeinsam beide Disziplinen z.T. sogar jenseits der unmittelbaren Schnittmenge weiter. Haben wir es also „geschafft“? Oder sollten wir den Blick nochmals über den nun schon erweiterten Tellerrand hinaus richten?

Der Vortrag skizziert am Beispiel des Themas Emotionen, wie dieser für das E-Learning relevante Aspekt aus der Psychologie Einzug in unsere Forschung hält. Während emotionale, motivationale Aspekte in den Bildungswissenschaften schon lange präsent sind, finden sich sog. affektive Systeme erst seit kurzem in den Forschungsportfolios. Welche Chancen ergeben sich aus der Berücksichtigung von Emotionen in digitalenLernsystemen? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Welche isiken entstehen?

Ulrike Lucke ist Professorin für Komplexe Multimediale Anwendungsarchitekturen am Institut für Informatik & Computational Science der Universität Potsdam. Sie beschäftigt sich mit der Interoperabilität von heterogenen IT-Landschaften, d.h. mit der (Vogel-)Perspektive von Architekturen und Schnittstellen. Das schließt mobile Systeme und Anwendungen mit ein, und zwar insbesondere im Bereich des mediengestützten Lehrens und Lernens.

Als Chief Information Officer der Universität Potsdam ist sie zudem für strategische IT-Fragen und E-Learning verantwortlich. In der Gesellschaft für Informatik war sie mehrere Jahre lang Sprecherin der Fachgruppe E-Learning.

PurgathoferPeter Purgathofer: „Open Science“

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Open Science ist eine Bewegung, die Forschung, Daten und Publikationen für alle frei zugänglich machen will. Open Science ist auch ein Begriff für die Öffnung der Wissenschaft in Richtung der Gesellschaft, durchaus bidirektional gedacht. Open Science kann auch als Aufforderung verstanden werden, sich gegen die private Einvernahme von Wissenschaft zur Wehr zu setzen, so wie sie aus den USA zu uns herüberschwappt.

Peter Purgathofer ist Professor am Institut für Gestaltungs- und Wirtschaftsforschung an der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität Wien. Seine Arbeit fokussiert Fragen des Designs innerhalb der Informatik. Auf einer globaler Ebene liegt sein Interesse auf dem Zusammenspiel zwischen der Co-Entwicklung von Technologie und Gesellschaft, und hier vor allem auf Fragen der Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Technologie

Seit 2007 koordiniert Purgathofer das Bachelor- und Masterprogramm „Medieninformatik und Visual Computing“, 2012 gründete er zusammen mit Fares Kayali das Positive Impact Games Lab.